Pumpernickel

Der Pumpernickel ist ein Vollkornbrot, dessen Ursprung in Westfalen liegt. Es ist eine der ältesten Brotsorten in der Region. Bereits im Jahr 1570 wurde eine der ersten Pumpernickel-Bäckerei namentlich erwähnt.

Er ist durch einen glücklichen Zufall entdeckt worden. In Kriegszeiten mauerte ein Bäcker den Ofen, in dem er Brot gebacken hatte, zum Schutz vor Plünderungen zu. Das Brot blieb darin liegen und der Ofen kühlte nur langsam ab, sodass ein köstliches dunkles Brot entstehen konnte, das der Bäcker nach seiner Rückkehr im Ofen vorfindet. Seitdem hat er in Krisenzeiten und Hungerperioden, wegen seiner langen Haltbarkeit eine wichtige Rolle als Notration gespielt.

Für die Herstellung von Pumpernickel werden lediglich Roggenschrot und ganze Roggenkörner verarbeitet und zu einem Sauerteig aufgesetzt. Dieser wird dann 16 bis 24 Stunden mehr gekocht als gebacken. Bei mäßiger Hitze (ca. 110 °C) in einer Dampfkammer oder einem geschlossenen Kasten bildet sich auf dem Brot keine Kruste, stattdessen entstehen die typische schwarz-braune Farbe und der bitter-süße Geschmack.

Das Herstellungsverfahren hat sich, begünstigt durch die lange Tradition des Roggenanbaus in Westfalen, besonders tiefgreifend entwickelt, sodass der Pumpernickel als reines, natürliches und traditionelles Lebensmittel tief in der Region verwurzelt ist.