Auf neuen Wegen - startklar im ErfolgsKreis-GT

Familie Heine entdeckt den Kreis Gütersloh auf zwei Rädern

Es war im August 2011, als Familie Heine aus Heidenheim an der Brenz ihre Zelte in Rietberg aufschlug. Das Haus mit großzügigem Lichtraum über zwei Etagen gefiel ihnen von Anfang an besonders gut. Sohn Philipp hatte schon am dritten Tag Freunde in der Nachbarschaft.

Markus Heine ist Diplom-Ingenieur und pendelte vor dem Umzug zwei Jahre zwischen der Region Ostwürttemberg und Oelde im Kreis Warendorf hin und her. Heute fährt er knapp 30 Minuten zur Arbeit und die ganze Familie freut sich darüber, dass sich das Familienleben nicht nur aufs Wochenende beschränkt. "Rietberg hat viele schöne Dinge zu bieten. Erst kürzlich waren wir beim Neubürger-Empfang und unser positiver Gesamteindruck bestätigte sich noch einmal: Hier sind wir willkommen! Von angeblicher ostwestfälischer Sturheit keine Spur", betont der Familienvater, "auch von unseren Nachbarn wurden wir sehr nett aufgenommen."

 "Ich kann hier viel besser Fußballspielen", mischt sich der neunjährige Philipp ein. Er berichtet begeistert vom gut gepflegten Kunstrasenplatz. In Heidenheim hätte er oft genug in die Brennnesseln und Distelbüsche steigen müssen, um den Ball wieder aufs Spielfeld zu holen. Außerdem sei die Autofahrt zu den BVB-Spielen nach Dortmund jetzt ein Klacks.

"Wir genießen es, dass wir nun alles mit dem Fahrrad machen können - sogar zur Schule kann Philipp mit dem Rad", freut sich Annette Heine über die neuen Möglichkeiten, ohne den Einsatz der Gangschaltung Kilometer machen zu können.

Denn in Heidenheim wohnten sie am Hang und hatten es am nördlichen Ende der Schwäbischen Alb, 33 Kilometer oberhalb von Ulm, nahe der Autobahn 7, wesentlich hügeliger als in Rietberg und Umgebung. Letztens hätte sie drei Tage lang kein Auto gehabt und das überhaupt nicht bemerkt. Außerdem sei man mit dem Rad auch schneller am Ziel.

Um die neue Umgebung näher kennenzulernen, hat Familie Heine zwei Tagestouren auf dem EmsRadweg gemacht. "Einmal ging's in Richtung Osten und einmal nach Westen bis Gütersloh", erinnert sich Philipp. "Besonders schön finde ich bei uns in der Nähe eine Stelle an der Ems, wo Holzstufen am Ufer sind. Das Wasser sieht dort ganz tief aus. Es ist ganz glatt und die Wolken spiegeln sich darin. Ich habe immer das Gefühl, ins tiefe Wasser zu fallen", so der Viertklässler. Er hat gerade für die Schule in der Autoren-AG einen Text über den Flussfernradweg geschrieben und präsentiert ihn stolz.

Ob Dauerkarte für den Gartenschaupark Rietberg, Kinoabende in der Cultura oder Fahrten auf den umliegenden Radwegen, Familie Heine weiß, was sie unternehmen kann. "Es gibt eigentlich nur eine Sache, die uns wirklich stört und über die wir schon Bücher schreiben können: Wir haben bis heute keinen DSL-Anschluss", bemerkt Annette Heine. Deshalb ist es schwieriger den kreisweiten Veranstaltungskalender zu nutzen. Markus Heine: "Zum Glück gibt es aber noch den Stammtisch für Neu-Kreis-Gütersloher, bei dem man interessante Leute trifft und der regelmäßig über Veranstaltungshighlights im Kreis informiert."